Rüstwagen (RW 2) 61/1

Bezeichnung: RW 2
Beschreibung:
Rüstwagen
Rufname:
Florian Viechtach 61/1
Besatzung:
1/2
Beschaffungsjahr:
2007
Hersteller:
Mercedes Benz 1428 AF
Leistung:
320 PS

Aufbau: Ziegler

Norm-Beschreibung:
Ein Rüstwagen (RW) ist ein Feuerwehrfahrzeug, das bei der technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Dazu steht umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät zur Verfügung, mit dem Personen nach Unfällen (insbesondere im Straßenverkehr) aus ihren Notlagen befreit werden, umweltschädigende Substanzen aufgefangen, Einsatzstellen ausgeleuchtet und diverse andere Aufgaben erfüllt werden können.

Die Besatzung besteht jedoch nur aus drei Mann, genauer: einem Trupp (1/2). Darum wird der Rüstwagen praktisch nie allein, sondern zusammen mit anderen Fahrzeugen im Rüstzug oder auch zur Unterstützung eines Löschzugs eingesetzt. Mancherorts wurde der Rüstwagen -entgegen der Norm- auch mit einer sechsköpfigen Staffel- oder sogar mit einer neunköpfigen Gruppenbesatzung gebaut.

Allgemeine Anforderungen an Rüstwagen und Gerätewagen sind in DIN EN 1846-2 fixiert.Als nationale Norm für den RW ist in Deutschland die DIN 14555-3 einschlägig. Rüstwagen werden auf einem Allradfahrgestell aufgebaut. Meist sind 7-9 Geräteräume, davon mehrere tiefgezogene vorhanden.

An der Fahrzeugfront befindet sich eine Seilwinde mit 50 (Minimalforderung) bis 100 kN Zugkraft (5-10 t), im Fahrzeugaufbau oder am Heck ein Lichtmast mit zwei Scheinwerfern mit einer Leistung von jeweils 1000 W, die vom fest in das Fahrzeug eingebauten Generator gespeist werden. Dieser Stromerzeuger hat eine Mindestleistung von 23 kVA. Auf einem RW liegen 308 Einzelteile (Standardbeladung). Hinzu kommt weitere Zusatzbeladung wie z. B. „Gerätesatz Ölbeseitigung“ (+ 110 Einzelteile) oder Wasserrettung. Andere seltenere Sonderausrüstungen können eine umfangreiche Gefahrgutausrüstung („Rüstwagen mit Sonderbeladung Gefahrgut“, RW-G) oder ein Kran sein.

Auf dem Rüstwagen befindet sich nach aktueller Normfassung außer Feuerlöschern (zwei mit Löschpulver und einer mit Löschschaum) sowie einer Feuerlöschdecke keine Ausrüstung zur Brandbekämpfung, jedoch eine umfangreiche Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung.Hierzu zählen unter anderem eine umfangreiche Strom- und Beleuchtungsausstattung, Motorsäge, Säbelsäge, Trennschleifmaschine, ein Mehrzweckzug MZ 32, Elektronik-Bohrhammer, Akku-Schrauber, Bohr- und Abbruchhammer, Hebekissensatz, Plasmaschneider, hydraulischer Rettungssatz, Dichtungskasten, Verkehrsunfallkasten, Elektro-Werkzeugkasten, Wathosen, bestimmte weitere Schutzkleidung, Baustützen, Kanthölzer sowie Zubehör.

Beladung:

Bilder: